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Orthopädisches
Zentrum Münsingen
Krankenhausweg 18 a
3110 Münsingen BE
Tel: 031 720 23 23
Fax: 031 720 23 21
www.ozm.com
ozm(at)ozm.com
Knochenbank
So nicht!
Der in der Sonntags Zeitung vom 18. Oktober 2009 publizierte Bericht über den Handel mit Leichenteilen erschreckt und wirft Fragen auf. Gerne möchten wir Sie deshalb darüber orientieren, dass weder im Orthopädischen Zentrum Münsingen noch im Spital Münsingen solche Praktiken verfolgt werden. Dies ist auch nicht nötig, betreiben wir doch seit über 10 Jahren unsere eigene Knochenbank. Hierbei handelt es sich um einen Tiefkühler, in welchem im Rahmen von orthopädischen Eingriffen anfallendes Knochengewebe – Femurköpfe oder Knieknorpel – nach einem umfangreichen Validierungsprozess gelagert und allenfalls zur weiteren Verwendung sorgfältig aufbereitet werden. Dieses gelagerte Material kann anderen Patienten zum Knochenaufbau während einer Operation dienen.
Hierbei sind nicht nur sämtliche Vorschriften zu beachten, die das Transplantationsgesetz diesbezüglich vorschreibt, sondern zudem darf eine solche Knochenbank nur mit einer vorgängigen Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit betrieben werden. Selbstverständlich verfügen wir über diese Bewilligung wie auch über das für den Betrieb erforderliche Qualitätshandbuch.
Lässt sich ein Patient zum Beispiel eine künstliche Hüfte implantieren, benötigt er den eigenen Hüftkopf nicht mehr. Dieser wird, sofern der Patient einverstanden und der Hüftkopf geeignet ist, speziell aufbereitet und präpariert und in der Knochenbank aufbewahrt. Eine Prothese, die gelockert ist, kann einen Knochendefekt verursachen. Dieser Defekt kann durch das Knochenbankmaterial wieder aufgefüllt werden, sodass bei einem Prothesenwechsel unter anderem eine bessere Verankerung der neuen, zweiten Prothese ermöglicht wird.
Sollte Ihnen im Spital Münsingen somit Knochenmaterial entnommen und zur weiteren Verarbeitung in der Knochenbank gelagert werden, so erfolgt dies nur mit Ihrem Einverständnis. Das eingelagerte Knochengewebe wird ausschliesslich im Spital Münsingen eingesetzt und nicht an andere Spitäler abgegeben. Weder findet ein entgeltlicher Handel statt noch erfolgt eine Zusammenarbeit mit den im Bericht erwähnten Firmen.

