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Orthopädisches
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Schnellender Finger (Digitus saltans, Tendovaginitis stenosans)

Der schnellende Finger ist meist eine durch Abnutzung entstehende Verdickung der Beugesehne am Finger. Diese Sehne ist durch sog. Ringbänder an die Knochen fixiert. Beim Beugen und Strecken kann so die Sehne am Knochen entlang gleiten. Verdickt sich diese Sehne nun, kann sie nur durch einen erhöhten Kraftaufwand unter dem Ringband hindurch, dies löst dann ein „Springen“ des Fingers aus.
Diese Erkrankung tritt meist erst im höheren Alter und betrifft vorwiegend Frauen. Am häufigsten sind Daumen, Mittel- und Ringfingerfinger betroffen.

Diagnostik:

Das Krankheitsbild ist meist eindeutig und bedarf keiner weiteren Diagnostik. Zur Beurteilung von Abnutzungsprozessen in diesem Bereich kann jedoch ein Röntgenbild angefertigt werden.

Therapie:

Bei nur geringen Beschwerden kann vorerst ein konservativer Versuch mittels Infiltrationen mit einem Kortison-Präparat in die Sehnenscheide  gestartet werden. Dies wirkt entzündungshemmend.
Sollte dies keine Beschwerdebesserung erbringen, kann man in örtlicher Betäubung operativ vorgehen. Hierbei wird über einen kleinen Hautschnitt das blockierende Band gespalten. Im Anschluss daran bedarf es keiner Ruhigstellung und der Finger kann sofort wieder eingesetzt werden.