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Orthopädisches
Zentrum Münsingen
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Meniskusriss
Risse im Meniskus gehören zu den häufigsten Knieverletzungen. Es sind nicht nur junge Sportler, die sich einen Meniskus verletzen. Auch ältere Semester mit reduziertem Bewegungsradius können davon betroffen sein.
In den meisten Fällen reisst der innenseitige Meniskus ein, seltener der aussenseitige.
Auslösende Mechanismen/Symptome
Ein Meniskus kann unter verschiedenen Bedingungen einreissen.
Häufig geschieht dies beim Verdrehen des Kniegelenks unter Belastung.
Gelegentlich reicht jedoch schon das Aufstehen aus der Hocke.
In diesen Situationen verspürt man einen scharf einschiessenden Schmerz, manchmal mit Blockierung des Gelenks. Oft schwillt das Knie kräftig an.
Normalerweise treten danach Schmerzen unter Belastung auf, die typischerweise beim Treppensteigen und beim Knieen stärker werden. Es ist aber auch möglich, dass Sie nachts im Bett – also ohne Belastung - sehr störende Schmerzen empfinden.
Ein Meniskusriss kann aber auch langsam und schleichend entstehen, also ohne plötzliches Ereignis. Dies geschieht oft im Rahmen einer beginnenden Arthrose des Gelenks.
In diesen Fällen kommt es häufig zu eher diffusen Schmerzen, die aber in der Regel unter Belastung auftreten.
Allerdings ist es auch hier möglich, dass es zu plötzlichen, stechenden Schmerzen kommt, seltener auch zu einer Blockierung des Gelenks.
Aerztliche Versorgung
Konsultieren Sie in diesen Situationen Ihren Hausarzt.
Er ist in der Lage zu unterscheiden, ob es genügt, das Gelenk kurze Zeit zu entlasten und die Schmerzen mit einem Medikament zu bekämpfen, oder ob das schmerzhafte Knie durch einen Orthopäden beurteilt werden sollte.
Gegebenenfalls wird Sie Ihr Hausarzt im OZM anmelden.
Einer der OZM-Aerzte wird zuerst genau erfragen, wie die Schmerzen aufgetreten sind. Danach wird er das Gelenk untersuchen. Häufig wird auch ein Röntgenbild angefertigt.
Sollte sich der Verdacht auf ein Riss im Meniskus erhärten, werden wir das Gelenk mit einer Schnittbilduntersuchung (MRI, „Röhre“) abklären, um die Vermutung zu bestätigen. Dabei kommen auch allfällige Begleitverletzungen zu Darstellung.
Wenn sich der Verdacht auf einen Meniskusriss im MRI bestätigt, werden wir Ihnen in der Regel empfehlen, mit einer Arthroskopie den defekten Anteil des Meniskus entfernen zu lassen.
Planung/Vorbereitung
Für die Durchführung der Arthroskopie organisieren wir Ihnen einen Termin. An diesem Tag treten Sie am Morgen ins Spital Münsingen ein.
Im Verlauf des Tages wird dann die Arthroskopie durchgeführt.
Sobald die Anästhesie ihre Wirkung verloren hat, können Sie an zwei Krückstöcken gehen. Wenn dies keine Schwierigkeiten bereitet, können Sie noch am gleichen Tag nach Hause gehen. Bei Problemen sollten Sie die Nacht noch im Spital verbringen.
Narkose
In der Regel wird die Arthroskopie eines Kniegelenkes in Rückenmarks-Narkose gemacht. Dies hat den Vorteil, dass Sie alles mitbekommen, was um Sie herum läuft. Auf Wunsch können Sie auch zusehen, wie der OZM-Arzt die Arthroskopie durchführt. Sollten Sie allerdings lieber schlafen wollen, so kann man zusätzlich zur Spinalanästhesie noch ein mildes Schlafmittel geben.
Ihr Narkosearzt wird alles vorgängig mit Ihnen besprechen. Entsprechende Wünsche dürfen Sie selbstverständlich anbringen.
Durchführen der Kniearthroskopie
Während der Kniearthroskopie werden über zwei kleine Schnitte eine Stabkamera und ein Instrument in den Gelenkraum gebracht. So kann man den ganzen Gelenkinnenraum inspizieren.
Der zerissene Anteil des Meniskus wird aufgesucht und mit einem Tasthaken untersucht. Die losen und kaputten Anteile werden jetzt mit einem Instrument, das eine Kreuzung aus einer Schere und eine Stanze ist, weggeschnitten. Die gezackten Ränder werden danach mit einer rotierenden Saugfräse geglättet.
In seltenen Fällen, wenn der Meniskus in der Nähe der Kapsel abgerissen ist, wird er mit einer speziellen Technik wieder angenäht. Dies hat allerdings zur Folge, dass das Knie länger entlastet werden muss (s.u.).
Nachbehandlung
Nach einer Arthroskopie des Kniegelenkes sollten Sie während fünf Tagen das operierte Bein an zwei Krückstöcken etwas entlasten. Danach können Sie wieder normal gehen. Es ist vollständig normal, dass man in dieser Zeit unter Belastung noch etwas Schmerzen hat. Diese werden über die nächsten Tage und Wochen verschwinden.
Wenn bei Ihnen der Meniskus wieder angenäht wurde, müssen Sie unbedingt während sechs Wochen das Bein an zwei Krückstöcken entlasten. Erst nach der Kontrolle im OZM dürfen Sie wieder voll belasten.
Von zentraler Bedeutung in der Nachbehandlung nach einer Kniearthroskopie ist die Physiotherapie. Dort werden Sie mit speziellen Uebungen die Muskulatur kräftigen, die das Knie stützt und bewegt. Je besser diese Muskulatur auftrainiert ist, desto problemloser wird das Knie funktionieren.











