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Orthopädisches
Zentrum Münsingen
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Facettensyndrom
Das Facettengelenk ist eine Gelenk zwischen den benachbarten Wirbelbögen. Als Facettensyndrom bezeichnet man eine Reizung der Nervenwurzel im Bereich der Austrittsstelle aus dem Spinalkanal. Diese Reizung ist von mechanischer Art und wird meist durch degenerative (abnutzungsbedingte) Prozesse hervorgerufen und betrifft deshalb hauptsächlich Patienten ab Mitte 40. Die durch die Abnutzung (Arthrose) bedingten Umbauten engen den Bereich der Nervenwurzel ein und verursachen Schmerzen, die auch in benachbarte Regionen ausstrahlen können.
Diagnostik
Nach der klinischen Untersuchung erfolgt eine bildgebende Diagnostik mittels Röntgen, in dem man degenerative Prozesse wie eine Höhenminderung der Zwischenwirbelbereiche sowie Abnutzung (Arthrose) der Facettengelenke beurteilen kann. Ergänzend dazu kann man noch eine MRI-Untersuchung durchführen.
Therapie
Hier steht die Schmerzlinderung an erster Stelle. Diese wird mit entzündungshemmenden Medikamenten sowie Massagen und Wärmeanwendungen versucht. Sollte dies zu keiner wesentlichen Beschwerdebesserung führen, können die Facettengelenke `gespritzt` werden.
Infiltration der Facettengelenke:
Hier wird lokal mit einem betäubenden Medikament und einem Kortison direkt in den Bereich des Gelenks infiltriert. Das Lokalanästhetikum hat dabei einen sofortigen schmerzstillenden Effekt und das Kortison bewirkt eine Entzündungshemmung.
Im Anschluss ist es von ausserordentlicher Wichtigkeit, mittels Physiotherapie die Rückenmuskulatur zu stärken und aufzubauen.

