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Orthopädisches
Zentrum Münsingen

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Arthrose der Schulter

Arthrose beschreibt die Abnutzung in einem Gelenk. Sie entsteht einerseits als „normaler“ Altersprozess, andererseits kann sie auch z.B. durch Fehlbelastung nach einer Verletzung (posttraumatisch) entstehen.
Bei der Arthrose kommt es vorerst zu Schäden des die Gelenkflächen überziehenden Knorpels, später dann zu Schädigungen des Knochens selber.
Im Bereich der Schulter bedeutet dies einen Abrieb von Knorpel am Oberarmkopf (Humerus) sowie der aus dem Schulterblatt (Scapula) gebildeten Gelenkpfanne. Es kommt zu bewegungsabhängigen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen sowie zu entzündlichen Prozessen.

Diagnostik:

Falls der klinische Verdacht auf eine Arthrose im Schultergelenk besteht, werden Röntgenaufnahmen in verschiedenen Positionen angefertigt, um den Ausprägungsgrad der Arthrose beurteilen zu können.
Falls eine Operationsindikation besteht, müssen für eine suffiziente Operationsplanung weiterhin eine CT-Untersuchung sowie eine MRI-Untersuchung durchgeführt werden.

Therapie:

Es stehen uns grundsätzlich 2 verschiedene Therapieprinzipien zur Verfügung: konservativ und operativ:

Konservativ:

Entscheidet man sich zum konservativen Vorgehen, besteht die Therapie aus folgenden Punkten:   

  • schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente
  • Knorpelaufbaupräparate
  • intraartikuläre Injektionen (Medikamente werden direkt in das Gelenk gespritzt)
  • Physiotherapie

Operativ:

Hierbei werden durch einen ca. 15cm langen Hautschnitt (Inzision), der vom Schlüsselbein in Richtung Oberarm zieht, die gelenkbildenden Flächen an Oberarm sowie an Schulterblatt ersetzt. Der erkrankte Oberarmkopf wird entfernt und mit einer neuen Gelenkfläche ersetzt.
Auch im Bereich des Schulterblatts erfolgt die Entfernung des erkrankten Knorpels und Knochens, im Anschluss daran wird dann eine künstliche Gelenkspfanne aufgeschraubt.
Wir verwenden hierfür eine Schulterprothese, die im Besonderen auch die meistens in Kombination mit einer Arthrose auftretenden Schäden im Bereich der Rotatorenmanschette ausgleichen kann. So kann mit Hilfe dieses ausgeklügelten Systems ein optimales Ergebnis erzielt werden.
Im Anschluss an die Operation muss für ca. 6 Wochen ein sog. Abduktionskissen (der Arm wird in angenehmer Lage vom Oberkörper abgewinkelt gehalten) und es schliesst sich eine intensive physiotherapeutische Behandlung an, in der langsam die Schulter wieder mobilisiert wird und die Kraft wieder aufgebaut wird.